Moosmänner Das Falkensteiner Heimatmuseum beherbergt 68 Moosmänner. Das ist nicht nur die größte Sammlung in Deutschland, es dürften darunter auch die ältesten Moosmänner sein, wie diese Gesellen, die teilweise noch Puppenköpfe tragen.

Foto: © Joachim Thoß

VOGTLÄNDISCHE SCHÄTZE: Größte Sammlung zu vogtländischer Sagengestalt

VOGTLÄNDISCHE SCHÄTZE (25): Moosmänner im Museum Falkenstein

68 Moosmänner, vom kleinsten, gerade mal 6,5 Millimeter messenden, bis zum größten, mannshohen sind im Heimatmuseum Falkenstein zu sehen. Das ist nicht nur die größte Moosmannsammlung in Deutschland, sondern auch die mit den ältesten Exemplaren. Erst kürzlich hat der Falkensteiner Heimat- und Museumsverein aus dem Nachlass von Friedrich Barthel einen Moosmann bekommen, der aus der Mitte des 19. Jahrhunderts stammt.

"Es ist eine typische vogtländische Sagengestalt, die ganz alten Moosmänner haben noch Puppenköpfe und Kleidung aus Pappmaché", weiß Anneli Reyer, Vorsitzende des Heimat- und Museumsvereins. Verdient gemacht hat sich um die Sammlung auch Günter Pfau, der über 20 Jahre Leiter des Falkensteiner Museums war. Eine besondere Handschrift verraten die von Louis Bley geschnitzten Sagengestalten. Vom Altmeister der Falkensteiner Schnitzkunst stammt übrigens auch der große mechanische Weihnachtsberg, ein Anziehungspunkt in der Ausstellung vor allem für die Kinder.

"Die Ausstellung ist ein reines Heimatmuseum, es wird dargestellt, wie die Menschen in der Zeit um 1850 bis 1900 gelebt haben", erklärt Anneli Reyer. Zwei- oder dreimal im Jahr gibt es Sonderausstellungen. Die nächste wird ab März eine mit Mineralien sein. Um alle seine Schätze zeigen zu können, würde sich der Verein mehr Ausstellungsfläche wünschen.
 

 

 
erschienen am 10.12.2019 (von Heike Mann)
 
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