Mondgestein Dieser unscheinbare Glaskolben enthält eine große Kostbarkeit: ein paar Krümel Mondgestein, am Boden des Behältnisses als kleiner grauer Fleck zu erahnen.

Foto: Helmut Schneider

Ein paar Krümelchen aus dem Meer der Fruchtbarkeit

VOGTLÄNDISCHE SCHÄTZE (51): Deutsche Raumfahrtausstellung

Morgenröthe-Rautenkranz. Das meistbesuchte vogtländische Museum des Vogtlandes, die Deutsche Raumfahrtausstellung in Morgenröthe-Rautenkranz, lockt mit einer Vielzahl wirklich einzigartiger Exponate. Sie dokumentiere die Geschichte der Raumfahrt von ersten Raketenexperimenten bis zur modernen Raumstation. Ausgerechnet auf eines ihrer unscheinbarsten Ausstellungsstücke ist Museumsleiterin Romy Mothes aber besonders stolz: einige winzige Krümel echten Mondgesteins. Den Weg zur Erde fanden sie im "Reisegepäck" der sowjetischen Sonde Luna 16. Sie landete am 20. September 1970 im Mare Fecundidatis, dem Meer der Fruchtbarkeit, und kehrte als erste automatische Sonde mit Gesteinsproben zur Erde zurück. "Ein halbes Gramm davon hat die DDR damals für eine dreiviertel Million Ostmark gekauft, ein paar Krümelchen davon sind jetzt bei uns zu sehen", sagt Romy Mothes.

Dem Museum vermacht hat sie Professor Heiner Vollstädt, ein Wissenschaftler am Potsdamer Institut für Physik der Erde. Das hatte das Mondgestein damals untersucht und aufbewahrt. Im Dezember 2008 war Vollstädt als 150.000 Besucher der Raumfahrtausstellung ausgezeichnet worden, kurze Zeit später übergab der aus dem erzgebirgischen Lößnitz stammende Wissenschaftler den Vogtländern den Mondstaub.
 


 

 
erschienen am 26.07.2010 (von Peter Janka )
 
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