See In dem durch den Zinnabbau entstandenen Hohlraum hat sich ein unterirdischer See gebildet.

Foto: Helmut Schneider

Der tiefe See im Berg unter dem Schneckenstein

VOGTL√ĄNDISCHE SCH√ĄTZE (38): Schaubergwerk Grube Tannenberg

Schneckenstein. Tief im Inneren des Berges wartet auf die Besucher des Schaubergwerks Grube Tannenberg am Schneckenstein eine Attraktion: Die Bergleute haben nach jahrelanger Arbeit einen Abbauhohlraum mit wahrhaft gigantischen Ausmaßen hinterlassen. Der sich schräg in die Höhe ziehende Raum misst 50 Meter in der Länge und gut 30 Meter in der Breite. Tief unten ein kristallklarer See. Er ist 25 Meter tief, an einer Stelle sind es gar 70 Meter. Die Wassertemperatur liegt bei 4 Grad. Während der Schneeschmelze im vergangenen Jahr war der Wasserspiegel um gut 20 Meter gestiegen - ein zusätzliches Schauspiel der Natur.

Der freie Hohlraum √ľber der Wasseroberfl√§che reicht noch einmal 100 Meter in die H√∂he. Es verschl√§gt vielen Besuchern den Atem, wenn sie eine kleine Vorstellung davon bekommenen, welche Anstrengungen der Bergleute vonn√∂ten waren, um sich einen Weg durch den Berg zu Bahnen und das Zinn abzubauen.

Die Anf√§nge des Bergwerks reichen bis ins 16. Jahrhundert zur√ľck. Noch original erhalten ist der so genannte Falkensteiner Kommunenstolln, der um 1800 mit niedriger
Höhe und geringer Breite ausgehauen worden ist.

Seit dem 3. Oktober 1996 ist das unterirdische Reich des Bergmanns in Schneckenstein √ľber das Schaubergwerk Grube Tannenberg wieder teilweise begehbar.
 

 

 
erschienen am 07.07.2010 (von Thorald Meisel )
 
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