Druckmaschine Eine Handtiegelpresse aus der Zeit um 1920 gehört zu den Exponaten in der Plauener Druckstube Ott.

Foto: Ellen Liebner

Bedrucktes Papier erforderte einst schwere Handarbeit

VOGTLÄNDISCHE SCHÄTZE (49): Druckstube Ott Plauen

Plauen. Drucken ist heutzutage auch für den Laien kein Problem mehr. Ein Faltblatt oder ein kleineres Heft lassen sich problemlos mit der heimischen PC-Anlage anfertigen. In der ersten Hälfte des vergangenen Jahrhunderts war das noch anders. Da war das Bedrucken jeglichen Papiers noch eine schwere Arbeit. Wie es damals zugegangen ist und was die Drucker zu tun, welche Maschinen sie zu bedienen hatten, das zeigt Joachim Ott aus Plauen in seiner Druckstube.

"Wir haben hier einen historischen Maschinenpark, eine alte Schneidemaschine, eine Heftmaschine, eine Handbügeldruckpresse", listet er die Technik auf. Die Gerätschaften funktionieren alle noch und werden Besuchern zum Beispiel in der Nacht der Museen am 4. Juni vorgeführt. Ott weiß freilich, wovon er redet. Denn im Hinterhof des Hauses betreibt er eine moderne Druckerei - ein Familienbetrieb, der schon 45 Jahre besteht. Die Firma an der Antonstraße, die von Familie Ott im Jahr 1965 übernommen wurde, existiert schon seit 142 Jahren. Die Technik ist heute eine andere.

Das vor zehn Jahren eingerichtete kleine Museum im Kellergeschoss des Vorderhauses beherbergt allerdings weitaus mehr interessante Exponate. Alles, was im Laufe der vergangenen 100 Jahre bedruckt worden ist und für etwas werben sollte, steht in der kleinen Wohnung. Dazu kommen historische Kinderspielsachen und Haushaltsgegenstände. (pa)
 

 

 
erschienen am 14.07.2010
 
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