© Deutsche Raumfahrtausstellung Morgenröthe-Rautenkranz

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Raumfahrtwelt Vogtland: Faszinierende Schau in Morgenröthe-Rautenkranz

Morgenröthe-Rautenkranz, der Geburtsort von Sigmund Jähn, der als erster Deutscher 1978 seine Mission ins Weltall antrat. Gäbe es einen passenderen Ort für eine Raumfahrtausstellung? Die Schau bietet auf 900 Quadratmetern Ausstellungsfläche alles Wissenswerte über bemannte und unbemannte Weltraumprojekte.

Hauptanliegen des deutschen Raumfahrtmuseums ist es den Nutzen der Weltraumforschung für die Menschheit einer breiten Öffentlichkeit nahezubringen. Ausgehend von einem geschichtlichen Abriss über die Erkenntnisse und die Entwicklung der Astronomie und dem Wunsch des Menschen, unseren Heimatplaneten zu verlassen, werden die ersten Flug- und Raketenexperimente vorgestellt. Der Bogen spannt sich dann weiter über die ersten künstlichen Erdtrabanten, die ersten sowjetischen und amerikanischen Männer im All, das Mondlandeprogramm, erdnahe und intergalaktische Satelliten und Sonden, den Raumstationen von damals bis hin zur neuen Internationalen Raumstation.

Im Ausstellungskomplex der unbemannten Raumfahrt wird vornehmlich das breite Spektrum erdnaher Satellitensysteme vorgestellt. Das reicht von heute nicht mehr wegzudenkenden Kommunikationssatelliten über Wettersatelliten bis hin zu Umwelt- und speziellen Forschungssatelliten. Dank der Unterstützung durch die nationalen und internationalen Raumfahrtbehörden und -forschungseinrichtungen wird der Besucher über die neuesten Erkenntnisse der Fernerkundungs- und Umweltüberwachungssatelliten eindrucksvoll informiert, sowie über deren Einsatz in den Forschungsbereichen Meteorologie, Kartographie, Ozeanologie, Kommunikation und Ökologie.

Im Ausstellungsbereich der bemannten Raumfahrt werden hauptsächlich die Flüge mit deutschen Astronauten und Kosmonauten dokumentiert. Natürlich wird der Flug des ersten deutschen Kosmonauten, dem aus Morgenröthe-Rautenkranz stammenden Dr. Sigmund Jähn, besonders hervorgehoben. Neben Originalraumanzügen und Forschungsgeräten gibt es auch viele interessante Exponate, die vom ganz alltäglichen Leben in der Schwerelosigkeit berichten und wie die Ergebnisse der Flüge in Medizin, Biologie, Industrie und im täglichen Gebrauch genutzt werden. Fast alle deutschen, aber auch viele russische und amerikanische Kosmonauten und Astronauten haben durch persönliche Geschenke von ihren Missionen wesentlich dazu beigetragen, diesem Ausstellungskomplex eine besondere Ausstrahlung zu verleihen.

Ein besonderes Erlebnis ist ein Einblick auf ein Leben auf engsten Raum. Das Trainingsmodul des Basisblocks der Raumstation MIR, in dem viele europäische Raumfahrer die erste Stufe ihrer Ausbildung absolviert haben, vermittelt dazu einen lebensnahen Eindruck.

 

Tipp: Weitere Infos finden Sie unter diesem weiterführenden Link

 

 
erschienen am 10.12.2019
 
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