Radfahrer Aktuell weist das Streckennetz für Biker rund um Schöneck sechs Touren zwischen 16 und 25 Kilometer aus.

Foto: Silke Keller-Thoss

Schöneck setzt auf Bike-Resort

Unter dem Titel "Bike-Resort Vogtland" strebt Schöneck eine touristische Weiterentwicklung auf der Basis des Mountainbike-Tourismus an. Laut einer Studie bestehen für diese Branche Potenzial und Nachfrage. Für das Vorhaben sollen Fördermittel aus dem Ziel-3-Programm der EU in Millionenhöhe fließen. Schöneck hofft dabei auf eine 85-prozentige Förderung, wobei der Eigenanteil der Stadt bei 350.000 Euro liegen würde. Geplant ist laut Bürgermeisterin Isa Suplie (CDU) ein Bike-Park an der Skiwelt und der Ausbau eines Streckennetzes für Mountainbike-Fahrer sowie das Anlegen eine Trail-Strecke. "Wenn wir touristisch stehen bleiben, verlieren wir", ist der Standpunkt der Bürgermeisterin.

Aktuell weist das Streckennetz für Biker rund um Schöneck sechs Touren zwischen 16 und 25 Kilometer aus. Für das neue Vorhaben wurden rund 190 Kilometer Wege getestet, wobei auch das angrenzende tschechische Gebiet mit einbezogen wurde. Das geplante Wegenetz soll etwa 60 bis 70 Kilometer umfassen. Dazu will die Stadt auch Vereinbarungen mit den Nachbarkommunen abschließen.

"Radfahren ist aktuell der Trend", so CDU-Stadtrat Mario Kautsch. Das Vogtland ist nach seinen Worten noch immer hauptsächlich für den Zweit- oder Dritturlaub interessant: "Wenn wir weitere attraktive Angebote haben, ist das nur gut".

"Wir haben bislang noch kein Vorhaben in den Sand gesetzt. Über das Mountainbike-Projekt können wir auch die Lifte in der Skiwelt besser nutzen", sagte der CDU-Fraktionsvorsitzende Peter Zeidler.

Stadtrat Ingo Penzel (Freie Wähler Gunzen) äußerte in der Diskussion erneut die Befürchtung, dass sich Schöneck mit einer weiteren großen Investitionen finanziell übernehme. Zudem müsse man auch gleichzeitig mit nachdenken, wer die Infrastruktur betreiben soll, zumal neue Investitionen auch Folgekosten nach sich ziehen. "Zum Jahresende werden wir sicher sehen, wie realistisch beispielsweise die geplanten Einnahmen beim Parkhaus waren", so Penzel.

Die Stadt hat die Betreibung des rund 4,4 Millionen Euro teuren Parkhauses der stadteigenen Dienstleistungs- und Tourismus GmbH übergeben, die dafür monatlich 2300 Euro Pacht zahlt. Bislang gibt es seitens der Stadt noch keine Aussage zur Auslastung und Rentabilität des Parkhauses.

 
 
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