Der Moosmann beim Laub sammeln.

Foto: Archiv Heimatverlag Neupert

Männlein aus Niederreuth dankt mit Talern

Auf dem Weg von Niederreuth nach Oberreuth liegt zwischen beiden Dörfern ein Holz, das seit alters her das Niederreuther Holz genannt wird. Dort war es stets unheimlich. Einmal ging eine arme Frau in diesen abgelegenen Wald und suchte sich Laub zusammen. Nichts war zu hören, bis auf den lauten Schrei der Holzkrähe.

Wie nun die Frau bei ihrer Arbeit einmal den Kopf hob, stand ein Moosmännlein vor ihr und sagte: "Wenn du mir ein wenig Brot gibst, bekommst du auch etwas, aber hebe es gut auf." Gerne gab die Frau von ihrem Brot ab, und das Männchen drückte ihr freundlich zwei Handvoll Laub in die Schürze.

Dann war es verschwunden. Die Frau allerdings warf das Laub achtlos weg, nur einige Blätter blieben in ihrer Schürze hängen. Diese reichten aber aus, dass die Frau an diesem Tag überglücklich war, denn es waren vier blanke Taler.

 
erschienen am 01.10.2007
 
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