Das Wandern ist nicht nur des Müllers Lust - Wandern durch das Vogtländische Mühlenviertel. Das Wandern ist nicht nur des Müllers Lust - Wandern durch das Vogtländische Mühlenviertel.

Foto: Archiv TMGS/Rainer Weisflog

Wandertipp: Vogtländisches Mühlenviertel - Wandern ist hier nicht nur des Müllers Lust

Der Müllerburschen Weg führt auf etwa 50 Kilometern durch die reizvolle Landschaft des Vogtländischen Mühlenviertels zu den heute noch erhalten gebliebenen Mühlen und zu den historischen Spuren eines einst so regen Gewerbes in dieser Region - der Müllerei.

Start in Pausa

Die Tour startet in Pausa am Rathaus mit der Besichtigung der "Erdachse". Einer alten Überlieferung nach, ragt hier der Erdachsenstumpf aus der Erde, der nach dem Einwerfen einer Münze sichtbar wird. Zum Auftakt bietet sich nach vorheriger Anmeldung ein geführter Stadtrundgang, einschließlich des Besuches der ehemaligen Mühlenstandorte: Haasenmühle und der Stadtmühle Pausa (Voranmeldung über 037432/6030). Die Mühlenstandorte sind auch auf durch Wegweiser gekennzeichnete Strecken zu erreichen.

Wandermarkierungen weisen den Weg

Entlang des rot markierten Weges in Richtung Elm, erreicht man nach etwa 1,4 Kilometern das Freibad und das Restaurant "Am Freibad" Pausa. In der Badesaison lohnt sich ein Aufenthalt im Bad zu einer Erfrischung im kühlen Nass.

Weiter folgen man der roten Markierung über Unterpirk (B 0), kreuzt die B 282 und erreicht den Elm. Ein kleiner Abstecher nach rechts bietet eine herrliche Aussicht nach Süden. Wieder zurück ist der Wanderweg ab der Elmbrücke (Bahnlinie Plauen-Hof) blau markiert (Europäischer Fernwanderweg Eisenach-Budapest EB ). Dieser Weg führt nach Drochaus. Man geht weiter in Richtung des Ortsteiles Geiersberg auf der Straße in Richtung Oberpirk. Ab hier ist der Weg gelb markiert. Danach wird die Bahnlinie überschritten und nach wenigen Minuten Oberpirk erreicht. An der ersten Abzweigung nach rechts (Interessierte können noch etwa 150 m weiter in den Ort hinein laufen, um die dort links etwas versteckt liegende kleinste Talsperre, zumindest in Europa, zu besichtigen) verfolgen wir diesen Weg durch ein weitläufiges Wiesengelände (ehemaliger Torfstich) - rechts liegen die Bitthäuser - bis zur Fasendorfer Straße.

Die Fasendorfer Straße begeht man nach links und überquert nach etwa 300 Metern die B 282. In der Antonstraße, biegt man rechts ein, um sofort wieder nach links die Goethestraße hinab zu laufen. An der Kreuzung mit der Bundesstraße wird die Wanderung auf der gegenüberliegenden Seite (B 0) mit der Unterführung unter dem Gelände der Deutschen Bahn (Z 0) fortgesetzt.

Hier trifft man wieder auf den blauen Fernwanderweg Eisenach - Budapest, dem man nach links weiter Richtung Syrau folgt. Kurz vor Erreichen der B 282 (B 0) kann man aber auch auf der Hohen Straße die noch gut 50 Meter weiterlaufen, um dem kleinsten Musikinstrumentenmuseum der Welt einen Besuch abzustatten. Ab dem Mehltheurer Sportplatz und der Gaststätte "Zum Holzfäller" geht es weiter auf dem Europäischen Fernwanderweg "Eisenach - Budapest" (EB), dem "Grenzweg" in Richtung der ehemaligen Waldschänke "Klein Amerika". Wir befinden uns im thüringisch - sächsischen "Grenzgebiet".

Von "Klein Amerika" führt der Weg weiter auf der grünen Markierung über die "Schwarze Brücke", danach rechts parallel zur Eisenbahnlinie (Bahnlinie Plauen-Hof-München) und die "Birkenallee".

Sehenswürdigkeiten aus massivem Stein - Drachenburg und Tropfsteinhöhle

Von weitem sieht man auf einer kleinen Anhöhe, der "Drachenburg", die mächtigen Ruten der Syrauer Windmühle, schon herübergrüßen. Weiter folgt man der grünen Markierung, dem VogtlandPanorama-Weg® durch Syrau mit Einkehrmöglichkeiten im "Haus Vogtland". Im Höhlenpark, unter dem sich das Labyrinth der Syrauer Drachenhöhleerstreckt, befindet sich auch der Eingang zur Höhle, der einzigen Schauhöhle Sachsens und eine der schönsten Tropfsteinhöhlen Deutschlands.

Schneckengrün und "Kuhberg" in Sicht

Durch den Ort, bis zur 7 Wege - Kreuzung in dem Naturschutzgebiet Syrau-Kauschwitzer Heide verläuft der Weg weiter auf der grünen Markierung. Ab der 7-Wege-Kreuzung folgen wir der gelben Markierung durch den Wald auf Schneckengrüner Flur. Vorbei geht es an dem idyllisch gelegenen ehemaligen Waldgasthof "Reiboldsruh". Kurz vor diesem interessiert den Kenner sicher die Orchideenwiese links im Grund des Kuhbergbachs (zur entsprechenden Jahreszeit). Weiter auf der gelben Markierung durch den Wald hat man vom Waldrand aus bald Schneckengrün mit dem "Kuhberg" vor sich, aber auch einen weiten Blick in die herrliche vogtländische Landschaft des Burgsteingebietes bis zum Fichtelgebirge. Von hier begehen wir den Kirchsteig Leubnitz - Reiboldsruh hinab zum Gasthof Teichmühle.

Hier empfiehlt sich rechts ein Abstecher durch den Leubnitzer Schlosspark, vorbei an den Teichen zum Schloss Leubnitz. Am Zaun des Teichmühlengeländes an der Schneckengrüner Straße entlang führt unser Weg auf der jetzt grünen Markierung über die Wiese hinunter zum Abfluss des Blauteiches (Teich an der Straße neben der Teichmühle). Danach am Waldrand entlang des Waldstückes "Spiegelleithen", vorbei an der Forstmühle, die man auf der gegenüberliegenden Talseite sehen kann, bis zur Papiermühle. An den Häusern der Papiermühle wird die Brücke über den Rosenbach überquert und der Weg, der nach links am alten Steinbruch vorbei durch den Wald in Richtung Rößnitz führt, benutzt. Dieser Weg führt zum Teil am alten Mühlgraben der Rößnitzer Mühle entlang. Vorbei am Gebäude der Mühle erreicht man die Ortsmitte Rößnitz, die durch den schiefen Renaissanceturm geprägt wird.

Auf nach Leubnitz

Der Weg führt weiter, ab hier gelb markiert, auf der Straße Richtung Leubnitz. Etwa 200 m nach dem Ortsausgang zweigt links eine asphaltierte Straße in Form eines Hohlweges ab. Es ist die alte Ortsverbindungsstraße Rößnitz - Rodau, die wir nun durch den Wald bis zum Waldausgang verfolgen. An der Weißmühle biegt man links ab auf die Landstraße Richtung Rodau. Neben der Straße sieht man noch einige Reste des alten Mühlgrabens. Nachdem das rechts an der Strecke liegende Waldbad Rodau (B 0) passiert ist, überquert die Straße den Rosenbach. Etwa 50 Meter unterhalb der Brücke mündet der Steinichtbach in den Rosenbach. Am Ortseingang Rodau erreichen wir die Hahnmühle.

Ab dem Ortszentrum Rodau (B 0) folgt man der gelben Markierung auf der alten Landstraße in Richtung Schönberg. Etwa 500 Meter nach dem Ortsausgang erreichen wir die alte Kornbacher Straße.

Ab hier geht es weiter auf dem rot markiertem Weg nach einer kurzen Strecke die Dorfmitte (B0). Von hier führt die rote Markierung weiter über die Bahnstrecke und kreuzt dort abermals den Rundweg um Kornbach. Auf der alten Straße erreichen wir das Schützenhaus Mühltroff. Gegenüber dem Schützenhaus am anderen Ufer des Flüsschens Wisenta befindet sich die Obermühle, die erste der drei Mühlen in Mühltroff. Weiter führt uns der Weg auf der roten Markierung, bis zum Schloss und der Schlosskirche.

Herrenmühle und Lippoldsmühle

Der rot markierte Weg führt uns über die B 282 an der Herrenmühle vorbei in Richtung Pausa. Etwa 250 m nach dem Bahnübergang befindet sich links die Lippoldsmühle. Wir erreichen diese über einen unmarkierten Stichweg. Zurück von der Mühle führt uns unser weiterhin rot markierter Weg am Thierbacher Teich vorbei, durch den Mühltroffer Forst und Oberlinda (Aussichtspunkt) zum Dorf Linda. Hier lohnt sich ein Blick auf die historische Ringwallanlage. Nach 350 m wechseln wir am Wegweiser nach links auf den grün markierten Weg nach Bad Linda. Wir verlassen die Straße nach rechts und wandern an der Reinhardsquelle vorbei (links vom Weg) zum Rast- und Aussichtspunkt Pöhl. Ab hier begeben wir uns wieder auf den roten Weg nach Wallengrün. Am Waldausgang befindet sich rechts des Weges eine Orchideenwiese (Blütezeit Mai bis August).

Nach dem Passieren der Wallengrüner Mühle mit ihrem hohen Schornstein (Storchennest) überschreitet man die Weida, einem linken Nebenfluss der Weißen Elster. Nun folg man rechts der grünen Markierung in Richtung Pausa. An der Kreuzung zum Pausaer Gewerbegebiet kann man den Wanderweg verlassen und folgt der Straße an der Agrargenossenschaft "Weidagrund" e.G. vorbei zur Zebaothsmühle. Nach weiteren 100 Metern erreicht wir wieder den grün markierten Wanderweg in Richtung Pausa.

 

(Quelle: Inhalte zur Verfügung gestellt mit freundlicher Genehmigung des Fremdenverkehrsvereins Rosenbach/ Vogtland e.V.)

 
erschienen am 16.05.2014
 
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