Natur erleben am Vogtlandsee. Natur erleben am Vogtlandsee.

Foto: KiEZ "Waldpark Grünheide" / Montage Redaktion

Tour rund um den idyllisch gelegenen Vogtlandsee

Der Ausgangspunkt ist der in der Nähe von Auerbach im sächsischen Vogtland gelegene Waldpark Grünheide. Direkt davor befindet sich ein gepflegter Wanderparkplatz. Von diesem geht es zunächst zu dem Hauptgebäude des Parks. Hier wird der Wanderer von einer überdimensional großen Moosmannfigur in Gesellschaft seiner - eigentlich seltener zu sehenden - Frau "begrüßt". Die Moosmännchen, die der Sage nach nur drei Fuß hoch sein sollen, gehören zu den liebenswerten Sagengestalten unserer Heimat. Vielgestaltig wurden und werden die Waldgeister von den Menschen nachgebildet. Dabei ist jedoch allen gemeinsam, dass ihr "Anzug" vollständig aus aufgeklebtem Moos besteht.

Augenweide für Naturfreunde

Doch nun geht's zum Vogtlandsee. Rechts am Hauptgebäude vorbei wird bis zu dem Fußballplatz gelaufen. Dem an dessem Ende rechts abzweigenden Weg wird 1,4 Kilometer bis zu der so genannten Sieben-Wege-Kreuzung gefolgt. Von den sieben hier tatsächlich aufeinandertreffenden Wegen führt einer weiter zu der noch 650 Meter entfernten Staumauer des Vogtlandsees (ausgeschildert). 200 Meter vor dem Etappenziel muss jedoch nach rechts abgebogen werden. Der 6,5 Hektar große Vogtlandsee selbst ist zu jeder Jahreszeit sehenswert und für jeden Naturfreund eine wahre Augenweide. Der See wurde in den Jahren 1934/35 künstlich zum Zweck des Hochwasserschutzes angelegt und hat die Aufgabe, das Wasser des Quellgespränges Roter Fluss zu speichern. Im Volksmund auch Großer Moorteich genannt, machen hier verschiedene Torfmoorarten augenfällig auf den Moorwald aufmerksam. Man kann verstehen, warum die der Sage nach hier hausenden freundlichen Waldgeister mit Moos bekleidet sind.

Sieben-Wege-Kreuzung

Genug den See betrachtet; es geht zurück zur Sieben-Wege-Kreuzung. Aber diesmal wird der links abzweigende Sandige Weg in Richtung Beerheide eingeschlagen. Allerdings täuscht der Name etwas, zumal er sich von der Tatsache herleiten soll, dass der Weg mit grobem, verwittertem Granitgestein befestigt wurde. Nach etwa 700 Metern führt links abzweigend ein kleiner und leicht zu übersehender Pfad nochmals ans Ufer des Vogtlandsees.

Zurück auf den Sandigen Weg stößt man nach 50 Metern erneut auf eine Kreuzung. Hier kann man sich entscheiden, ob man weiter - wie nachfolgend beschrieben - laufen oder die Tour ausdehnen will. Im letzteren Fall kann man dem hier ausgeschilderten Waldpark-Rundweg folgen. Wer möchte, kann zur Verlängerung der Tour auch von der Sieben-Wege-Kreuzung aus einen Abstecher nach Morgenröthe-Rautenkranz unternehmen und dort die Deutsche Raumfahrtausstellung besuchen.

Bergkiefer-Hochmoor

Ansonsten geht es von der oben erwähnten Kreuzung aus rechts ab in Richtung Waldpark (ausgeschildert). Dabei sollte aber nach 500 Metern das unter Naturschutz stehende Bergkiefer-Hochmoor beachtet werden. Eine nicht zu übersehende Tafel vermittelt dabei allerlei Wissenswertes. Nach weiteren 500 Metern wird wieder der Parkplatz am Waldpark erreicht.

Die Streckenlänge der vorgeschlagenen Tour beträgt knapp fünf Kilometer. Allerdings sollte nicht versäumt werden, anschließend dem rund acht Kilometer entfernten Heimatmuseum Falkenstein einen Besuch abzustatten. Besitzt es doch neben anderen Sehenswürdigkeiten auch die - nach eigenen Angaben - größte Sammlung von Moosmann-Figuren.

Informationen

Anreise:
Mit dem Pkw: Die Anfahrt erfolgt beispielsweise von Auerbach aus in Richtung Klingenthal und ist sehr gut ausgeschildert.
 

 
erschienen am 01.07.2013 ( Von Dietmar Werner (mit zr) )
 
Kommentare
0
(Anmeldung erforderlich)
Artikel weiter empfehlen