Streckeneröffnung Sport frei und freie Fahrt: Vize-Landrat Rolf Keil, Landrat Tassilo Lenk (beide CDU), Claudia Fugmann vom gleichnamigen Architekturbüro und der Oelsnitzer Vize-Bürgermeister Mario Horn (CDU) durchschnitten in Oelsnitz das Band für den neuen Vogtland-Radweg - wie die Trasse auf dem Bahndamm jetzt offiziell heißen soll.

Foto: Harald Sulski

Freie Fahrt auf neuem Super-Radweg bei Falkenstein

Die 22 Kilometer lange Trasse auf einem ehemaligen Bahndamm zwischen Falkenstein und Oelsnitz begeistert viele Fahrradfahrer. Sie wurde mit Geld aus dem Konjunkturpaket II in nur elf Monaten asphaltiert. 2,7 Millionen Euro, davon 80 Prozent Fördermittel, flossen in das Projekt. Am Freitag erfolgte an der Neuen Welt in Oelsnitz die Freigabe. Anschließend rollte der Tross in Richtung Falkenstein. Im Ortsteil Dorfstadt war der Asphalt gerade erst ausgekühlt - am Freitagvormittag wurden die letzten Arbeiten beendet.

Mit dem neuen Weg will sich das Vogtland als Radreiseziel weiter etablieren, sagte Landrat Tassilo Lenk (CDU). Die Trasse soll die bestehenden beziehungsweise im Ausbau befindlichen Routen entlang von Göltzsch und Elster verbinden - und das mit einem Profil wie im Flachland. Gerade mal 200 Höhenmeter müssen Radler auf der Distanz überwinden. Restarbeiten, die vor allem bei der Beschilderung noch zu leisten sind, sollen in den nächsten Wochen erledigt werden.

In den Orten entlang der Strecke herrscht bereits großer Optimismus. Sie spüren schon Rückenwind durch den Weg. "Er wird bereits jetzt sehr rege genutzt, das erleben wir tagtäglich", sagte Rainer Körner, Bürgermeister von Tirpersdorf. Mario Horn (CDU), stellvertretender Bürgermeister von Oelsnitz, sieht die Region gar auf dem Weg in die Champions League im Radtourismus. Davor wird jedoch noch allerhand Arbeit zu leisten sein. Tourismusverbands-Geschäftsführer Michael Hecht hofft, dass Hoteliers bei der Erarbeitung von Radler-Pauschalen mit Gepäcktransport mitziehen. Planerin Claudia Fugmann brachte am Freitag noch einen Wunsch zur Sprache: einen Anschluss in Richtung Plauen und Talsperre Pöhl. Doch dafür fehlt derzeit noch das Geld.

 
(Von Tino Beyer)
 
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