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Kultur & Sehenswertes

Spätgotischer Altar glänzt in neuer Pracht

Restauratoren arbeiten Schritt für Schritt an Marienkirche in Plohn - Kanzel soll bald dran kommen - Sanierte Orgel vorerst Wunschtraum


Altar aus dem ersten Drittel des 16. Jahrhundert

Der wertvolle Altar aus dem ersten Drittel des 16. Jahrhunderts ist jetzt restauriert worden und kann in neuer Pracht bewundert werden.

Plohn. Noch in diesem Jahr soll auch die Kanzel der Marienkirche in Plohn saniert werden. Den wertvollen spätgotischen Altar, der aus der Zeit um 1520 stammt, konnte ein Dresdener Restaurator jetzt bereits fertig stellen. Die Kirchgemeinde Plohn/Röthenbach muss für beide Kunstwerke zusammen 23.000 Euro aufbringen. 10.000 Euro stehen an Fördergeldern bereit.

Die Summen konnten "nur durch die große Spendenbereitschaft der Einwohner aufgebracht werden. Wir sind allen, die gespendet haben, sehr dankbar", sagte Kirchenvorstandsmitglied Thomas Geißler aus Plohn.

Kanzel und Altar sind ein weiterer Baustein der bereits 1999 begonnenen schrittweisen Sanierung der Kirche. Nach der Dachdeckung vor elf Jahren schlossen sich unter anderem Mauerwerkstrockenlegung, die Erneuerung des Außenputzes, der Einbau einer Heizung für das Gestühl, die Erneuerung der Elektroinstallation, die Restaurierung des Taufbeckens und die Innensanierung an.

Fertig ist die Wiederherstellung der Kirche deshalb noch lange nicht: "Unser Wunsch wäre es, die beiden Glocken aus Eisenhartguss durch Bronzeglocken zu ersetzen. Ursprünglich hingen im Turm zwei Bronzeglocken. Während des Zweiten Weltkrieges wurden diese jedoch für Rüstungszwecke eingeschmolzen. Nach dem Krieg reichte das Geld und das Material dann nur für die Eisenglocken, die aber inzwischen ihre Altersgrenze erreicht haben", berichtet Geißler.

Über ein weiteres Sanierungsvorhaben wagt Geißler im Moment noch nicht allzu laut nachzudenken: "Unsere Kirche hat keine richtige Orgel mehr. Schon seit zehn Jahren spielen wir auf einer elektronischen Orgel, weil unsere Orgel so kaputt ist, dass sie nicht mehr bespielbar ist", berichtet der Mann vom Kirchenvorstand. Für die Restaurierung des Instrumentes seien rund 120.000 Euro veranschlagt, für die kleine Kirchgemeinde eine utopische Summe.

Es kommt hinzu, dass in der Kirchgemeinde eine zweite Kirche zu erhalten ist, die von Röthenbach, das müsse berücksichtigt werden. Immer im Wechsel findet einmal in Plohn und einmal in Röthenbach ein Gottesdienst statt, meist gehalten von Pfarrer Johannes Jubelt aus Lengenfeld. Seit dem Zusammenschluss der Kirchgemeinde Lengenfeld und der Kirchgemeinde Plohn/Röthenbach zu einem gemeinsamen Kirchspiel vor vier Jahren ist der Lengenfelder Pfarrer auch für die beiden Dörfer zuständig.

Von Silvia Kölbel


Erschienen am 26.08.2010




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