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Vogtländische Schätze
Als die Dorfleute Stadtglanz in ihre Stuben holen wollten
VOGTLÄNDISCHE SCHÄTZE (15): Freilichtmuseum Eubabrunn

Ein Glasschrank aus der Zeit der Wende vom 19. zum 20. Jahrhundert im Vogtländischen Freilichtmuseum Eubabrunn. Er stammt samt dem Geschirr aus einer Haushaltsauflösung in Buchwald.
Eubabrunn. Das Landleben im Vogtland war bis weit ins 20. Jahrhundert ein sehr armes - aber auch die Dorfleute hatten ihre "gute Stube". Ein Beispiel dafür ist im Freilichtmuseum Eubabrunn zu sehen. Vor gut einem Jahrzehnt hat der Förderverein des Museums als ersten Ankauf große Teile einer Haushaltsauflösung aus Buchwald erworben. Dazu gehört auch ein Glasschrank aus der Zeit der Jahrhundertwende, der mit Geschirr aus jener Zeit bestückt ist. "Der Schrank zeigt die Anfänge der Technisierung und der industriell gefertigten Waren im bäuerlichen Haushalt", sagt Museumsleiterin Ina Skerswetat.
Damals sahen Dorfleute, was es in den Städten so gab - und etwas davon wollten sie auch in ihre Stuben holen. Sowohl der Schrank als auch das Geschirr sind keine Unikate. Aber: "Es ist sehr selten, das alles beieinander ist", hebt Skerswetat den Wert der Exponate hervor. Oft erhält das Museum landwirtschaftliche Gegenstände oder Textilien angeboten, während bei anderen Dingen versucht wird, sie zu Geld zu machen. In diesem Fall profitierten die Eubabrunner davon, dass bei der Haushaltsauflösung das ganze Haus schnell geräumt werden musste. Seinen endgültigen Platz hat das Möbel im Museum noch nicht erhalten. "Es wäre die vorhandene Ausstattung, wenn ein weiteres Gebäude aufgestellt werden würde", blickt Skerswetat voraus.
Erschienen am 28.05.2010
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